Hürden auf dem Weg zur digitalisierten Agentur

05 Apr Hürden auf dem Weg zur digitalisierten Agentur

Das digitale Leben ist mindestens so anspruchsvoll wie das analoge. Das zeigt eine kurze Episode aus unserem Agenturalltag. Und so viel verraten wir hier schon: Microsoft kriegt wieder mal aufs Dach. Jawohl.

„Nutzt Social Media hiess es, da erlebt ihr was, hiess es“ würden die Römer in Asterix wohl sagen, wenn sie denn die Digitalisierung erlebt hätten. Unsere Agentur hat sich zum Ziel gesetzt, in Zukunft Skype intensiver zu nutzen – auch für Videokonferenzen.

Mit einem gewissen Aufwand haben wir ein UHD-TV-Gerät mit 138 cm Bildschirmdurchmesser angeschafft, per LAN verbunden und mit einer externen Skype-Kamera für TV-Geräte versehen. Wir haben sogar die Raumbeleuchtung und den Bildhintergrund optimiert und einen separaten LED-Scheinwerfer erworben.

Hürde Kundendienst

Nachdem die Technik also eingerichtet ist, gilt es nun zunächst die Skype-Profile zu bereinigen. Da ich einen urdeutschen Vornamen und einen urschweizerischen Nachnamen habe, ist die Kombination von beidem weltweit einmalig. Es gibt also nur einen, der Eberhard Zangger heisst. Skype hält aber vier Profile unter diesem Namen parat. Aktuell ist nur eines: eawz2016. Die anderen drei sollten gelöscht werden, um Verwirrungen zu vermeiden.

Bald stellt sich heraus, dass ein Skype-User sein eigenes Profil nicht löschen kann. Warum eigentlich nicht? Um ein Profil zu löschen, muss man den Skype-Kundendienst kontaktieren, der dann per Live-Chat die Löschung vornimmt.

Links zum Kundendienst sind schnell gefunden, sie führen alle zur selben Seite bei support.microsoft.com – und alle zur selben Antwort: „Leider ist die gewünschte Seite nicht verfügbar.“ Kann ja mal vorkommen. Wer jedoch „Skype Kundendienst“ googelt, wird rasch herausfinden, dass die Nichterreichbarkeit desselben offenbar eher die Regel als die Ausnahme .

Hurra, geschafft! Geschafft?

Letztlich haben wir die Einrichtung hinbekommen. Die überflüssigen Profile sind zwar noch immer nicht gelöscht. Aber wenn Sie das richtige kennen, ist das ja nur halb so schlimm. Jemand wird sicher einen Bonus dafür bekommen, dass es so viele Skype-user gibt. Man kann uns also nicht mehr nur auf den PC anrufen, sondern mit uns auch Videokonferenzen am TV abhalten.

Doch bitte beeilen Sie sich, denn lange wird dieses Angebot nicht Bestand haben! Inzwischen hat sich herausgestellt, dass Microsoft die Unterstützung für „Skype for TV“ bald einstellen will, offenbar weil kaum Bedarf dafür vorhanden ist. Aha! Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen in Redmond die norwegische TV-Serie „Occupied“ zu Gemüte führen. Sie spiele in nicht allzu ferner Zukunft, heisst es auf der Blu-Ray-Verpackung. Tja, und in „Occupied“ wird nicht mehr telefoniert, stattdessen finden Videokonferenzen über grosse Fernsehbildschirme statt – allerdings mit eingebauten und daher unsichtbaren Kameras.

Unsere moderne Technik – sie hat das Leben so einfach gemacht und uns von vielen Sorgen befreit, damit wir uns unserem Kerngeschäft widmen können. So heisst es doch immer. Auch stets gerne höre ich bei Events: „Wir müssen den Kunden in den Mittelpunkt stellen.“ Eine herrliche Phrase!

Eine letzte Bemerkung an alle, die neuerdings kein Kamerabild mehr in Skype erzeugen können – und davon gibt es offenbar viele. Wählt im Menü Aktionen/Optionen aus, dann Allgemein/Videoeinstellungen/Webcameinstellungen. Dort befindet sich neben Farbton, Weissabgleich und Gamma auch eine Checkbox zum Thema Datenschutz. Das Checkmark entfernen – und schon liefert die Kamera ein Bild – jedenfalls für die aktuelle Sitzung.

Bild: Pixabay.com

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