Logitech-CEO Bracken Darrell: Erfolg macht träge!

10 Dez Logitech-CEO Bracken Darrell: Erfolg macht träge!

„Bescheidenheit ist der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Bracken Darrell, seit vier Jahren CEO von Logitech, bei seinem Gastvortrag vor der Schweizerisch-Amerikanischen Handelskammer (Amcham). Dabei hätte er allen Grund, unbescheiden zu sein.

Logitechs Aufstieg mit doppelstelligen Wachstumsraten über zehn aufeinanderfolgende Jahre hatte 2012 ein jähes Ende gefunden. Der Peripherie-Anbieter segelte im Kielwasser des wachsenden PC-Markts. Dann kamen die Tablets – und die benötigen keine Peripheriegeräte mehr. Firmengründer und Charismatiker Daniel Borel trat zurück und stiess mit seiner Hightech-Yacht in See. Bracken Darrell übernahm das Ruder im Unternehmen, auch weil er seit seinen Tagen bei Braun schon immer mal eine Design-Firma führen wollte. Logitech musste neue Märkte erschliessen – und diese sollten designorientiert sein. Das Engineering bei Logitech war schon immer erstaunlich gut, auch die Herstellung kann sich sehen lassen: 60 Prozent der Teile kommen aus eigenen Werken. Dadurch entsteht ein gesunder Wettbewerb zwischen „build or buy“. Am Marketing hapert es – nach wie vor, denn der Name Logitech erlaubt keine ordentlichen Margen. So führte Darrell die Marke UE ein und machte sie zum angesagten Anbieter von Bluetooth-Lautsprechern. „UE booms“, bringt er den Erfolg auf den Punkt. Logitech wächst wieder mit 13 Prozent, der Aktienkurs liegt bei 25 CHF (2013 war er bei 6 CHF), und der Firmenwert hat sich in wenigen Jahren verfünffacht. Darrell jedoch fürchtet sich vor dem Erfolg, denn: „Erfolg macht träge!“ Trägheit ist jedoch bei ihm nicht einmal im Ansatz vorhanden.

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