Youtube: Das unterschätzte Werbetool

09 Jun Youtube: Das unterschätzte Werbetool

Der Bericht vom Internet-Briefing.

Ein Social-Media-Posting mit einem Foto oder einer Grafik zu ergänzen, ist nicht mehr das Nonplusultra. Heute muss es schon Video sein – oder eine andere Form von Bewegtbild wie Gifs, Vines und Co. Ein Blick auf die Timeline in Facebook reicht, um zu sehen, dass sie von Videos dominiert wird, insbesondere die Live-Sessions nehmen rapide zu.

Die steigende Beliebtheit von Youtube als Werbekanal überrascht daher nicht. Im Rahmen des  Internet-Briefings vom 7. Juni im Zürcher Crowne Plaza hielt Pascal Schildknecht darüber einen Vortrag.

Wichtig zu Beginn: Video-Ads auf Youtube werden über das  Adwords-Konto eingerichtet. Es wird grundsätzlich zwischen In-Stream- und In-Display-Anzeigen unterschieden.

In-Stream

Die In-Stream-Videoanzeige wird vor einem Videobeitrag auf Youtube oder im Google-Displaynetzwerk wiedergegeben (je nach Werbenetzwerkeinstellungen). Nutzer haben die Möglichkeit, die Anzeige nach einigen Sekunden zu überspringen. Verrechnet wird sie nur, wenn sich ein Nutzer das Video 30 Sekunden lang beziehungsweise bis zum Ende ansieht oder er mit dem Video interagiert.

In-Display

Die In-Display-Videoanzeige enthält ein Bild und Text. Sie kann in den Youtube-Suchergebnissen, neben ähnlichen Videos, auf der Startseite von Youtube oder auf Websites und in Apps von Partnern ausgeliefert werden. Diese Anzeige wird je nachdem, auf welcher Website oder wo auf Youtube sie ausgeliefert wird, unterschiedlich dargestellt. Sie kostet nur, wenn ein Nutzer auf die Anzeige klickt, um sich das Video anzusehen.

Tiefe Klickpreise

Bemerkenswert ist, dass die Kosten für Youtube-Kampagnen massiv tiefer sind als für Adwords. Die Kosten pro Klick betragen gemäss den Erfahrungswerten von Schildknecht zwischen 7 und 15 Rappen. Auch die Conversion-Rate liegt mit 19 Prozent höher als bei Adwords (11 Prozent).

Wer sich mit  Adwords auskennt, versteht sich auch schnell auf die Handhabung von Youtube-Kampagnen. Man erstellt Keyword-Analysen und Personas, lädt das Video hoch und setzt die Kampagne auf. Schildknecht empfiehlt grundsätzlich, kein Video ohne Sponsoring hochzuladen.  So wie eine Website ohne Adwords-Kampagne im Internet untergeht, erreicht auch ein Video durch Hochladen alleine und ohne Sponsoring im Normalfall kaum Nutzer.

Das ideale Video

Die ideale Videolänge veranschlagt Schildknecht auf 3 bis 4 Minuten. Ein möglicher Aufbau sieht wie folgt aus:

  • 10 Sekunden Intro
  • 10 Sekunden Branding/Vorstellung
  • 3 Minuten Content
  • 15 Sekunden Outro mit Call-to-Action

 

Youtube erlaubt diverse Optionen wie das Einbauen von Links und Klickflächen in das Video, nachdem es hochgeladen worden ist.

Ein Anwalt hebt ab

Ein spannender Case ist Anwalt Christian Solmecke, der 2010 mit Ratgebervideos begann und heute über 68 000 Abonnenten hat. Gemäss Schildknecht konnte Solmecke damit über 8000 Aufträge generieren. Unterdessen lädt er täglich ein Video hoch.

 

Bild: pixabay.com

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